Referenz · Webinar · AI Vibe Club #1

Zu Gast beim ersten AI Vibe Club von Xentral.

Xentral hat im August 2026 eine eigene Webinar-Reihe für E-Com-Brands gestartet, den AI Vibe Club. Für die erste Ausgabe habe ich den inhaltlichen Teil übernommen: wie ein Claude-Skill entsteht, der Retourendaten auseinandernimmt und das Geld zeigt, das in der Retourenquote untergeht. Der Skill lief live an echten Beispieldaten, am Ende stand der fertige Report auf dem Schirm. Die Folien kannst du weiter unten durchklicken.

Eckdaten

Termin
19. August 202617:00 Uhr, online über Livestorm
Format
30 Minuten Talkdanach offene Fragerunde
Gastgeber
XentralModeration: Jörg Hipper, Head of Marketing
Live dabei
42 Personengezählt kurz vor Schluss
Livestream der ersten AI-Vibe-Club-Ausgabe: oben Yves Schleich, darunter Jörg Hipper von Xentral, rechts der Chat der Teilnehmenden
Kurz vor Schluss der ersten Ausgabe. Oben ich, darunter Jörg Hipper von Xentral, der die Reihe moderiert. Rechts der Chat mit den letzten Fragen und Rückmeldungen.

Das Format

Was der AI Vibe Club ist

Der AI Vibe Club ist eine kostenlose Online-Reihe von Xentral, dem ERP für E-Commerce-Brands. Pro Ausgabe gibt es einen konkreten Anwendungsfall, live gebaut und live gezeigt, von jemandem, der das Werkzeug täglich benutzt. Am Ende steht eine Sache, die danach im eigenen Shop laufen kann.

Ausgabe eins lief am 19. August 2026. Jörg Hipper hat moderiert und die Fragerunde geführt, den inhaltlichen Teil habe ich übernommen. Aus der Einstiegsumfrage im Raum: die meisten Teilnehmenden arbeiten zwischen Anfänger- und Fortgeschrittenen-Niveau mit AI, meistgenutztes Werkzeug war Claude, Claude Code eingeschlossen. Deshalb starten die ersten Minuten bei den Grundlagen und gehen erst danach in die Tiefe.

Instagram-Anzeige von Xentral zum AI Vibe Club: KI im e-Commerce, mit Yves Schleich, 19.08. um 17:00 Uhr
Feed-Anzeige: KI im E-Commerce, live gezeigt von jemandem, der es täglich einsetzt.
Instagram-Story von Xentral zum AI Vibe Club: Live Vibecoding, Retouren-Analyse-Skill, mit Jörg Hipper und Yves Schleich
Story-Anzeige mit dem Thema der Ausgabe und beiden Sprechern.

Der Vortrag

Worum es in den 30 Minuten ging

Der Aufhänger war ein echter Fall, danach ging es an den Skill selbst und zuletzt an die Frage, die im Vortrag am meisten Zeit bekommen hat: wie so ein Skill wirklich entsteht.

01

Der Fall: Geld, das im Rauschen verschwindet

Eine große deutsche D2C-Brand verliert jedes Jahr 468.000 Euro, weil Kundschaft ihre Pakete nicht aus der Packstation oder der Filiale holt. Der Carrier meldet zugestellt, das Paket kommt zurück, im Datensatz sieht es aus wie jede andere Retoure. In der Gesamtquote geht es unter. Gefunden wurde es nur, weil jemand die Daten systematisch durchgegangen ist.

02

Was ein Skill überhaupt ist

Eine Textdatei, in der steht, was Claude tun soll, mit Regeln, Eigenheiten und Format. Name und Beschreibung liegen dauerhaft im Kontext, rund hundert Tokens. Die Anleitung lädt erst, wenn eine Aufgabe dazu passt. Der ganze Skill-Ordner wiegt 1,3 Megabyte, dauerhaft geladen sind davon zwei Zeilen.

03

Der Skill an echten Daten

Slash-Kommando, CSV rein, Report raus: vier Kacheln, die Ertragsrechnung Zeile für Zeile, die Retourenquote je Bestellmonat und die Befunde nach Geldwert sortiert, der teuerste zuerst. Im Demo-Datensatz stand oben ein Hoodie, der zu klein ausfällt, mit 12.238 Euro Retourenkosten auf einem einzigen Artikel.

04

Wie so ein Skill wirklich entsteht

Die meisten machen zwei Schritte: Workflow erkennen, Skill bauen lassen. Ich gehe in acht Schritten ran, und der Teil mit dem meisten Wert liegt in der Recherche davor. Zwei Empfehlungen, die überall stehen, sind daran gescheitert: Größenberater senken die Retouren nachweislich nicht, und Rechnungskauf abzuschalten bringt ebenfalls nichts, weil die Zahlart das Verhalten nur anzieht.

Die Stelle, an der im Webinar der Groschen fiel: ein Bestseller mit ganz normaler Quote kostet absolut mehr als ein Ausreißer im Nischenartikel. Im Demo-Datensatz lagen fünf Varianten eines Zip-Hoodies zwischen 11,9 und 16,9 Prozent, völlig unauffällig, und kosteten zusammen trotzdem 10.622 Euro. Ein Report, der nach Quote sortiert, zeigt diesen Artikel nie.

Die Präsentation

Klick dich durch den Vortrag

Alle 18 Folien, so wie sie im Webinar auf dem Schirm standen. Zwei davon markieren nur den Wechsel auf den geteilten Bildschirm, dort lief die Demo live in Claude Code und im fertigen Report.

01 / 18 Vollbild ↗

Klick ins Bild blättert weiter, Pfeiltasten gehen auchQuer gedreht und im Vollbild liest sich das deutlich besser

Zum Nachlesen gibt es dieselben Folien mit dem kompletten Sprechtext darunter, Wort für Wort. Damit kommst du durch den Vortrag, auch wenn du nicht dabei warst.

PDF mit Sprechtext ↓ Im Browser lesen →

Ohne Anmeldung, ohne Formular · PDF, 0,4 MB, 23 Seiten

Aus der Fragerunde

Was aus dem Publikum kam

Was passiert, wenn meine Spalten anders heißen als im Beispiel?

Claude merkt selbst, wenn das Mapping nicht stimmt, und zieht es nach. Exporte aus Xentral laufen direkt durch, die Feldstruktur habe ich vorher gegen die API-Dokumentation geprüft.

Lässt sich damit auch von Magento nach Xentral migrieren?

Ja, nur ist das eine andere Aufgabe als eine Analyse. Beide Systeme hängen per API oder MCP dran, Claude migriert und prüft die Testszenarien selbst.

Gehen meine Bestelldaten dabei an ein Modell?

Die Rechnung läuft lokal in einem Script, das der Skill mitbringt. Ins Modell gehen nur die aggregierten Ergebnisse, keine einzelnen Bestellzeilen.

Zum Mitnehmen

Den Skill aus dem Vortrag gibt es öffentlich

Der Retouren-Analyse-Skill liegt offen und läuft an deinem eigenen CSV-Export. Was er findet, welche Daten er braucht und welche Belege hinter den Maßnahmen stehen, steht auf seiner eigenen Seite.

Zum Retouren-Analyse-Skill →

Bühne oder Team

Denselben Vortrag gibt es auch intern.

Als Impuls für dein Team, mit deinen Zahlen statt mit Demo-Daten. Oder wir reden gleich darüber, welcher Hebel in deinem Shop als Erstes drankommt.

Gespräch vereinbaren ↗