Blog · Company OS

Ein Company OS aufbauen

Das meiste Wissen in einer Firma steht nirgends. Es liegt in wenigen Köpfen, und wenn einer davon fehlt, steht der Vorgang.

Mit einem Company OS steht euer Firmenwissen einmal aufgeschrieben in einem Ordner, und Claude liest es vor jeder Aufgabe. Weiter unten erfahrt ihr, was dahintersteckt und was ihr davon habt, und bekommt die Prompts, mit denen ihr den Ordner selbst anlegt.

Das Problem

Wie ein Produkt richtig angewendet wird und für wen es passt. Welche Ausnahme im Einkauf gilt und wann der Puffer nicht reicht. Welcher Winkel in einer Anzeige funktioniert und warum. Wie eine Antwort klingen muss, damit sie nach euch klingt und nicht nach irgendeiner Marke.

Auch eure Abläufe sind so ein Wissen. In den Systemen steht, was passieren soll. Wie es wirklich läuft, mit welchen Ausnahmen und an welcher Stelle man abweicht, steht nirgends.

Daraus folgen drei Sachen:

Wenn jemand fehlt, wartet der Vorgang. Eine Kundin stellt eine fachliche Frage, und sie bekommt keine Antwort, bis die eine Person zurück ist, die sie beantworten kann.

Abgeben ist mühsam. Wer etwas übernehmen soll, muss es erst erklärt bekommen. Meistens ist es schneller, die Aufgabe selbst zu machen, und deshalb bleibt sie liegen, wo sie liegt.

Neue Leute brauchen lange, bis sie die Ausnahmen kennen, die niemand aufgeschrieben hat.

Dazu kommt eine Falle, die das Ganze festhält: die Leute mit dem meisten Wissen sind die beschäftigtsten. Genau diese Leute haben am wenigsten Zeit, ihr Wissen aufzuschreiben, und sie fehlen am meisten, wenn sie mal nicht da sind.

Mit AI kommt dasselbe Problem noch einmal dazu, nur schneller. Claude weiß nichts über euch. Ihr erklärt in jedem Gespräch neu, wer ihr seid, was ihr verkauft und wie ihr schreibt. Und was ihr nicht erklärt, füllt Claude mit Allgemeinwissen auf. Das Ergebnis klingt gut und stimmt nicht.

Die Lösung: Kontext

Kontext ist alles, was Claude über euch wissen muss, bevor es arbeitet. Aufgeschrieben, einmal, an einer Stelle. Wer ihr seid. Was ihr verkauft. Wie ihr redet. Nach welchen Regeln ihr arbeitet. Was nie passieren darf.

Das ist keine Dokumentation, die jemand pflegt und niemand liest. Es ist die Datei, die Claude vor jeder Aufgabe öffnet, ohne dass jemand daran denken muss.

Der Unterschied ist der zwischen einer Aushilfe am ersten Tag und einer Kollegin, die schon lange dabei ist. Beide können gleich viel. Nur eine weiß, wie es bei euch läuft.

Der Ordner, in dem dieser Kontext liegt, heißt Company OS. Je nach Quelle heißt derselbe Ordner auch AI OS, Work OS oder LLM-Wiki. Ein Company OS ist kein Produkt, das man kauft, sondern ein Ordner, den ihr selbst anlegt. Fertig angelegt sieht der Ordner so aus:

CLAUDE.md         die Betriebsanleitung: welche Datei wann gelesen wird
00-context/
  company.md      wer das Unternehmen ist: Angebot, Kundin, Abgrenzung, Ziele
  systems.md      wo die Wahrheit liegt
  brand/          wie es aussieht und klingt: Brand Guide, sprache.md, beispiele.md
01-people/        je Person eine Datei: was sie tut, wie sie arbeitet
02-products/      was verkauft wird, plus was auf den Produktseiten fehlt
03-customers/     Bewertungen, DMs, Support-Themen roh, plus das Destillat daneben
04-operations/    Abläufe: Auslöser, Systeme, Schritte, Bruchstellen
05-output/        was Claude produziert
_inbox/           Unsortiertes
_skills/          feste Arbeitsweisen, kommen später

Was ihr davon habt

Fachlich richtige Antworten von jedem im Team. Wer eine Kundenfrage beantwortet, muss die Produktdetails nicht auswendig wissen und auch nichts nachschlagen. Claude kennt die Details und formuliert die Antwort sofort mit.

Vertretung, die funktioniert. Wer einspringt, kommt ohne Rückfragen durch den Tag.

Einarbeitung, die nicht an einzelnen Köpfen hängt. Was heute nur wenige wissen, steht danach in Dateien, die alle lesen können. Auch die neuen Leute.

Texte, die nach euch klingen, unabhängig davon, wer sie schreibt.

Und die Grundlage für alles, was danach kommt. Jede Aufgabe, die Claude später allein erledigen soll, braucht diesen Kontext. Der Kontext ist die Bedingung dafür, dass ihr überhaupt etwas ganz abgeben könnt.

Warum es Dateien sind

Dateien kann jedes System lesen. Ihr bindet euch damit an nichts, und wenn ihr später mit etwas anderem arbeitet, nehmt ihr den Ordner mit.

Der Ordner liegt dort, wo ihr ohnehin arbeitet, etwa in Google Drive, OneDrive oder SharePoint, und ist mit allen im Team geteilt.

So läuft der Aufbau

Jede Person im Team baut den Teil, den sonst niemand kennt. Dafür gibt es je Bereich einen fertigen Prompt: kopieren, in Claude einfügen, abschicken. Claude führt euch dann durch den Rest, und ihr müsst vorher nicht wissen, wie es geht.

Claude legt dabei Dateien an. Deshalb laufen die Prompts in Cowork mit dem freigegebenen Firmenordner oder in Claude Code in diesem Ordner.

Eckige Klammern ersetzt du vor dem Abschicken, zum Beispiel [Firma], [Ordnername] oder [Shop-URL]. Was in spitzen Klammern steht, füllt Claude selbst aus.

Claude holt sich selbst, was öffentlich steht. Shop, Produktseiten, Blog, eigene Texte und was über euch geschrieben wurde, muss niemand abtippen. Gefragt wirst du erst danach, und nur nach dem, was Claude nicht finden konnte.

Ein Bereich ist ein Ordner, keine einzelne Datei. In jedem Bereich entsteht eine Übersichtsdatei, die sagt, was dort liegt, und daneben so viele Einzeldateien wie nötig. Lieber mehr festhalten als weniger: was heute überflüssig aussieht, beantwortet später eine Frage.

Rohmaterial bleibt roh. Nachrichten, Bewertungen und Kommentare kommen im Original in eigene Dateien, nicht zusammengefasst. Was daraus folgt, entsteht in einer eigenen Datei daneben.

Wenn Claude dir etwas vorlegt, lies es wirklich. Ein Entwurf, den niemand korrigiert, enthält am Ende das, was auf eurer Website steht, und nicht das, was ihr wisst.

1 Der Ordner

Der erste Schritt ist die Struktur, in der euer Firmenwissen liegt.

Der Aufbau folgt einer einfachen Regel: ganz oben steht, wer ihr seid und wie ihr klingt, weil das für jede Antwort gilt. Darunter liegt das Fachwissen nach Bereichen.

Die CLAUDE.md ist die Betriebsanleitung des Ordners. Sie ist die eine Datei, die Claude als Erstes liest, wenn es hier arbeitet. Darin steht, welche Dateien es gibt, welche davon immer gelesen werden und welche nur bei bestimmten Aufgaben, und welche Regeln gelten. Der Name ist eine Konvention: Claude sucht in einem Ordner automatisch nach einer Datei mit diesem Namen.

Den Prompt schickt eine Person einmal ab. Danach steht die Struktur für alle, die auf den Ordner zugreifen.

Prompt
Wir bauen hier gerade das Firmenwissen von [Firma] auf, [was ihr verkauft, in einem Halbsatz]. Der Ordner heißt [Ordnername, zum Beispiel CompanyOS oder AiOS].

Leg mir diese Struktur an:

CLAUDE.md
00-context/     wer wir sind, wie wir klingen, welche Tools wir nutzen
  brand/        alles zur Marke: Guide, Logos, Schriften, Sprache
01-people/      eine Datei je Person im Team
02-products/    Sortiment, Anwendung, Produktwissen
03-customers/   was Kundinnen und Kunden uns schreiben
04-operations/  Abläufe wie Einkauf, Bestand, Versand und Retouren
05-output/      was du produzierst
_inbox/         Unsortiertes
_skills/        feste Arbeitsweisen, kommt später

In die CLAUDE.md schreibst du:

Vor jeder Aufgabe liest du alles in 00-context/:

- company.md, wer [Firma] ist
- brand/brand-guide.md, Logo, Farben, Schriften, Bildsprache
- brand/sprache.md, wie [Firma] redet, welche Wörter und Versprechen tabu sind
- systems.md, welches Tool wofür die Quelle ist

Dazu, je nach Aufgabe, die Übersichtsdatei des passenden Ordners und von dort die Einzeldateien, die du brauchst:

- 02-products/products.md bei allem, was Produkte betrifft
- 03-customers/customers.md bei Kundenanfragen
- 04-operations/operations.md bei allem, was unsere Abläufe betrifft

Aus 01-people/ liest du genau eine Datei, nämlich die der Person, mit der du gerade arbeitest. Wer das ist, steht in ihren persönlichen Anweisungen. Steht dort nichts, frag nach, statt zu raten. Die anderen Dateien dort liest du nur, wenn es in der Aufgabe um diese Person geht, zum Beispiel bei einer Vertretung.

00-context/ gilt immer und für alles. Wenn brand/sprache.md einer anderen Datei widerspricht, gewinnt brand/sprache.md.

Weitere Regeln:

- 05-output/, _inbox/ und _skills/ liest du nur auf Aufforderung.
- systems.md sagt dir, in welchem System eine aktuelle Information steht. Wenn eine Frage laufende Daten braucht, hol sie dort, statt sie aus den Dateien abzuleiten.
- Was als Rohmaterial markiert ist, änderst du nie. Was daraus folgt, schreibst du in eine eigene Datei daneben.
- Wenn dir für eine Antwort etwas fehlt, sag, welche Datei die Lücke hat, statt sie mit Allgemeinwissen zu füllen.
- Erfinde nichts. Wenn du etwas nicht sicher weißt, schreib das hin, statt es plausibel klingen zu lassen.
- Ergebnisse legst du in 05-output/ ab.

Halte die Datei kurz. Die Inhaltsdateien gibt es noch nicht, die entstehen gleich.

2 Die about-me

Was hier entsteht, ist deine persönliche Datei. Darin steht, was du tust, wie du arbeitest und was dich an einem Ergebnis stört. Claude liest sie zu Beginn jeder Session und passt seine Arbeit daran an.

Warum das die einzige Datei ist, bei der Claude dich wirklich interviewt: alles andere steht irgendwo, im Shop, in Unterlagen, im Netz. Wie du arbeitest, steht nirgends.

Warum sie im Firmenordner liegt und nicht privat: damit eine Vertretung sie lesen kann. Wenn jemand für dich einspringt, ist genau das die Datei, die erklärt, worauf du achtest.

Die about-me baut jede Person für sich. Wenn auf deinem Rechner Diktat läuft, sprich die Antworten ein, statt sie zu tippen, dabei kommt deutlich mehr heraus.

Prompt
Du baust meine about-me.md für unser [Ordnername, zum Beispiel CompanyOS oder AiOS]. Claude liest sie zu Beginn jeder Session, damit es meine Arbeit in meinem Stil erledigt. Kurz und hoch-signalhaltig.

Frag mich zuerst nach meinem Vornamen. Den brauchst du für den Dateinamen und für den Schluss.

Interviewe mich dann, eine Frage nach der anderen. Warte jeweils auf meine Antwort, bevor du die nächste Frage stellst. Wenn eine Antwort vage bleibt, hak einmal nach und bitte um ein konkretes Beispiel.

1. Was machst du bei [Firma]? Rolle und Verantwortung.
2. Mit wem arbeitest du zusammen, intern und außerhalb?
3. Womit arbeitest du täglich, und wie gehst du eine typische Aufgabe von null bis fertig an?
4. Woran erkennst du, dass etwas fertig und gut ist?
5. Wenn Claude dir etwas schreibt und es ist daneben, was ist meist falsch: Ton, Struktur, Detailtiefe, Annahmen?
6. Was machst du nie? Deine zwei, drei No-Gos, die jedes Ergebnis einhalten muss.
7. Wie soll Claude mit dir reden? Direkt, knapp, per du, welche Sprache.

Danach verdichte alles zu einer Datei unter 400 Wörtern. Kein Frage-Antwort-Protokoll, sondern knappe Prosa und Stichpunkte. Struktur: Wer ich bin, Wie ich arbeite, Was gut ist, Meine No-Gos, Anweisungen für Claude. Leg sie in 01-people/ ab und benenn sie nach meinem Vornamen, also about-me-<mein vorname>.md.

Zum Schluss gib mir meine persönlichen Anweisungen fertig ausformuliert aus, mit meinem Vornamen und meinem Dateinamen schon eingesetzt, damit ich sie nur noch kopieren muss. Der Text lautet:

Ich bin <Vorname>, ich arbeite bei [Firma].

Unser Firmenwissen liegt im Ordner [Ordnername]. Lies vor jeder Aufgabe die CLAUDE.md dort und die Dateien, auf die sie verweist. Das gilt immer, nicht nur wenn ich in diesem Ordner arbeite: auch bei einer Aufgabe in einem anderen Ordner, in einem Projekt oder ohne Ordner gelten unser Firmenwissen, unsere Marke und unsere Sprache.

Meine persönliche Datei ist 01-people/<Dateiname>. Die liest du ebenfalls immer.

Wenn du auf [Ordnername] gerade keinen Zugriff hast, sag mir das, bevor du anfängst. Arbeite nicht ohne diesen Kontext weiter, ohne mich darauf hinzuweisen.

Der Test danach: Starte eine neue Session und frag „Wer bin ich eigentlich?“

3 Die persönlichen Anweisungen

Was das ist: eine Anweisung, die Claude bei dir persönlich liest, in jeder Session, unabhängig davon, woran du gerade arbeitest. Sie liegt in den Einstellungen und nicht im Ordner, weil sie für jede Person eine andere ist.

Warum sie der Teil ist, der am meisten bewirkt: ohne sie greift euer Firmenwissen nur dann, wenn du zufällig im richtigen Ordner arbeitest. Mit ihr greift es immer. Und sie sagt Claude, welche Datei in 01-people/ zu dir gehört.

Diesen Text schreibst du nicht selbst. Claude gibt ihn dir am Ende des about-me-Prompts fertig aus, mit deinem Vornamen und deinem Dateinamen schon eingesetzt. Du kopierst ihn nur noch in die Einstellungen unter die persönlichen Anweisungen.

So ist der Text aufgebaut. Kopier nicht diese Fassung, sondern die, die Claude dir gibt:

Vorschau
Ich bin <Vorname>, ich arbeite bei [Firma].

Unser Firmenwissen liegt im Ordner [Ordnername]. Lies vor jeder Aufgabe die CLAUDE.md dort und die Dateien, auf die sie verweist. Das gilt immer, nicht nur wenn ich in diesem Ordner arbeite: auch bei einer Aufgabe in einem anderen Ordner, in einem Projekt oder ohne Ordner gelten unser Firmenwissen, unsere Marke und unsere Sprache.

Meine persönliche Datei ist 01-people/about-me-<vorname>.md. Die liest du ebenfalls immer.

Wenn du auf [Ordnername] gerade keinen Zugriff hast, sag mir das, bevor du anfängst. Arbeite nicht ohne diesen Kontext weiter, ohne mich darauf hinzuweisen.

Der letzte Absatz ist der wichtigste. Ohne diesen Absatz merkt niemand, wenn Claude gerade ohne euer Firmenwissen antwortet, und die Antwort sieht trotzdem gut aus.

4 Euer Firmenwissen

Je Bereich gibt es einen Prompt, und jeder Prompt funktioniert für eine Person allein. Liegt das Wissen für einen Bereich bei einer anderen Person im Team, bekommt diese Person den Prompt.

BereichTypische Rolle
00-context/systems.mdalle zusammen, jede Person für ihre Tools
00-context/company.mdGeschäftsführung
00-context/brand/Marketing oder Brand
02-products/wer die meisten Produktfragen beantwortet
03-customers/wer Social Media betreut, und wer den Kundenservice macht
04-operations/wer Einkauf, Bestand und Versand verantwortet

Die Systeme kommen zuerst. Mit der systems.md weiß Claude in allen weiteren Prompts, in welchem System eine Information steht, und ihr habt gleich die Liste dessen, was ihr später an Claude anschließen könnt.

03-customers/ wird nach Kanal geteilt. Wer Social Media betreut, bringt, was über Instagram, Facebook oder TikTok reinkommt. Wer den Kundenservice macht, bringt Tickets, E-Mails und Bewertungen. Beide Rollen legen in denselben Ordner ab, jede Person ihre eigenen Dateien, und die Übersicht entsteht am Ende gemeinsam. So bringt jede Person das Material aus dem Kanal, zu dem sie tatsächlich Zugang hat.

4.1 Die Systeme

Der Prompt läuft am besten gemeinsam, damit jede Person für ihre eigenen Tools antwortet.

Prompt
Wir bauen gerade das Firmenwissen von [Firma] auf, [was ihr verkauft, in einem Halbsatz]. Der Ordner heißt [Ordnername, zum Beispiel CompanyOS oder AiOS]. Du baust mit uns die Übersicht unserer Systeme.

Das Ziel: eine Datei, in der steht, welches Tool bei uns wofür die verbindliche Quelle ist.

Wofür wir sie brauchen:

- Damit du weißt, wo du nachsehen musst, statt zu raten, in welchem System eine Information steht.
- Damit klar ist, welche Angabe gilt, wenn zwei Systeme dasselbe unterschiedlich sagen.
- Damit wir sehen, was sich anbinden lässt und was heute nur von Hand geht.

Deine Aufgabe ist, uns da durchzuführen. Wenn wir zu mehreren sind, frag in die Runde und lass jede Person für ihren Bereich antworten.

Schritt 1, du sammelst die Systeme. Frag uns, welche Tools wir benutzen. Geh dabei die Bereiche einzeln durch, damit nichts vergessen wird: Shop und Bestellungen, Kundenservice, E-Mail und Newsletter, Bestand und Einkauf, Buchhaltung und Rechnungen, Fulfillment und Versand, Werbung und Anzeigen, Auswertung und Reporting, Social Media, Aufgaben und Projekte, Dateien und Dokumente, Design.

Schritt 2, du klärst je System die Zuständigkeit. Frag für jedes:

- Wofür ist es die verbindliche Quelle?
- Wer arbeitet damit, und wer hat Zugang?
- Wie kommen Daten hinein und wo gehen sie hin?
- Ist es an Claude angebunden, und wenn nein, wäre eine Anbindung möglich?

Schritt 3, du suchst die Überschneidungen. Frag uns, wo dieselbe Information in zwei Systemen steht, und welches davon recht hat. Das sind die Stellen, an denen sonst falsche Antworten entstehen.

Schritt 4, du fragst nach dem, was zwischen den Systemen liegt. Wo arbeiten wir in Excel oder auf Papier, weil kein System es abbildet? Das gehört genauso hinein.

Schritt 5, du legst uns einen Entwurf vor, bevor du ablegst. Sag uns dabei, wo du Widersprüche gehört hast und was dir unklar geblieben ist.

Schritt 6, du legst ab als 00-context/systems.md, mit einer Tabelle über alle Systeme, einem Abschnitt zu den Überschneidungen, und einem Abschnitt, was daraus für dich folgt: bei welcher Frage du in welchem System nachsiehst.

4.2 Der Firmenkontext

Prompt
Wir bauen gerade das Firmenwissen von [Firma] auf, [was ihr verkauft, in einem Halbsatz]. Der Ordner heißt [Ordnername, zum Beispiel CompanyOS oder AiOS]. Du baust mit mir den Firmenkontext.

Das Ziel: eine Datei, in der steht, wer wir als Unternehmen sind. Sie ist die oberste Ebene unseres Firmenwissens, die Datei, die jede Antwort einfärbt, egal worum es geht.

Wofür wir sie brauchen: Claude liest sie vor jeder Aufgabe. Ohne sie bekommen wir Antworten, die für jedes beliebige Unternehmen in unserer Branche passen würden: freundlich, allgemein, austauschbar. Mit ihr bekommen wir Antworten, die zu uns passen, zu unserem Geschäftsmodell und zu dem, was wir versprechen dürfen. Sie ist außerdem das Dokument, das eine neue Person am ersten Tag lesen würde, um zu verstehen, wo sie gelandet ist.

Was reingehört: wer wir sind, was wir verkaufen, für wen, welches Problem wir lösen, was uns von anderen unterscheidet, wie wir Geld verdienen, was wir vorhaben, und woran wir messen, ob es läuft.

Was daneben gehört: wenn zu einem Thema so viel zusammenkommt, dass es die Datei sprengt, ist das ein gutes Zeichen und kein Problem. Dann machst du daraus eine eigene themenbezogene Datei in 00-context/ und verlinkst sie aus der company.md. Beispiele, bei denen das passieren kann: unsere Geschichte und wie wir entstanden sind, unsere Wettbewerber im Einzelnen, unsere Zielgruppen, wenn es mehrere sind, unsere Vertriebswege. Wirf lieber nichts weg, sondern lager es aus. Mehr festgehaltenes Wissen ist immer besser als eine kurze Datei.

Was woanders hingehört: Detailwissen zu einzelnen Produkten und zu einzelnen Abläufen. Dafür gibt es eigene Ordner. Wenn du unsicher bist, ob etwas hierher gehört, frag mich, statt es wegzulassen oder einfach hineinzuschreiben.

Deine Aufgabe ist, mich durch den Aufbau zu führen. Sag mir bei jedem Schritt, was du vorhast, und warte auf meine Antwort, bevor du weitermachst.

Schritt 1, du recherchierst selbst. Fang damit an, bevor du mich etwas fragst. Sieh dir an:

- unseren Shop [Shop-URL]: Startseite, Über uns, Footer, Impressum, unsere Produktkategorien
- unseren Blog und alle längeren Texte, die du auf der Seite findest
- was öffentlich über uns geschrieben wurde: Presseartikel, Interviews, Portraits, dazu unseren Eintrag im Handelsregister
- unsere Social-Profile, soweit du sie findest

Sag mir danach, was du gefunden hast und was davon du für belastbar hältst.

Schritt 2, du fragst nach Unterlagen. Bevor du mich interviewst, frag mich, ob ich Material habe. Nenn mir dabei konkret, was helfen würde, damit ich weiß, wonach ich suchen soll: ein Pitch Deck, eine Investorenpräsentation, ein altes Markenbriefing, eine Zahlenübersicht, Notizen aus einer Strategierunde, einen Businessplan. Frag einzeln nach, nicht alles auf einmal.

Schritt 3, du legst mir einen Entwurf vor. Bevor du irgendetwas ablegst. Markier darin, was aus welcher Quelle stammt, was du unsicher findest und was fehlt. Erfinde nichts: was du nicht belegen kannst, markierst du als offen, statt es plausibel zu formulieren.

Schritt 4, du fragst nach den Lücken. Eine Frage nach der anderen. Wenn ich vage bleibe, hak nach und bitte um ein Beispiel. Diese Punkte brauchst du, und die meisten findest du nicht im Netz:

- Was tun wir, und welches Problem lösen wir für unsere Kundinnen und Kunden?
- Wer ist unsere ideale Kundin? Frag hier nach Verhalten statt nach Alter: was tut diese Person, bevor sie bei uns kauft, und was hat sie vorher probiert?
- Welchen Einwand hören wir regelmäßig, bevor jemand kauft?
- Wer sind unsere Wettbewerber, was machen die gut, und was unterscheidet uns?
- Wie verdienen wir Geld? Also Abo, Einmalkauf, B2B, Marktplätze, und wie sich das ungefähr verteilt.
- Was wollen wir in den nächsten zwölf Monaten erreichen?
- Woran messen wir, ob etwas gut läuft?
- Was darf nie passieren, wenn jemand nach außen für uns spricht?

Schritt 5, du fragst nach dem, was du nicht gefragt hast. Am Ende: was müsste jemand noch über uns wissen, wonach du nicht gefragt hast. Und sag mir, ob dir beim Schreiben etwas aufgefallen ist, das ich klären sollte.

Schritt 6, du legst ab. Die 00-context/company.md, plus die themenbezogenen Dateien, die unterwegs entstanden sind, jeweils aus der company.md verlinkt. Sag mir am Ende, welche Dateien du angelegt hast und was in welcher steht.

4.3 Die Marke

Die Marke entsteht in zwei Durchgängen, erst das Sichtbare, dann die Sprache. Am Ende liegen im Markenordner mehrere Dateien.

Durchgang 1: der Brand Guide

Prompt
Wir bauen gerade das Firmenwissen von [Firma] auf, [was ihr verkauft, in einem Halbsatz]. Der Ordner heißt [Ordnername, zum Beispiel CompanyOS oder AiOS]. Du baust mit mir den Markenordner, und zwar zuerst das Sichtbare.

Das Ziel: ein vollständiger Brand Guide. Also nicht eine Notiz mit drei Farben, sondern das Dokument, das ein Designer, eine Agentur oder ein neuer Mitarbeiter bekommt, damit alles, was er baut, nach uns aussieht. Er beschreibt unsere Marke so genau, dass jemand ohne Rückfragen ein Werbemittel, eine Landingpage oder eine Verpackung gestalten könnte.

Was in einen Brand Guide gehört, und was du deshalb erarbeiten sollst:

- Die Marke in Kürze: wofür wir stehen, wie wir wirken sollen, in welchen Worten.
- Logo: alle Varianten, wann welche benutzt wird, Mindestgröße, Schutzraum, und ausdrücklich auch die Verbote, also was man mit dem Logo nie machen darf.
- Farben: die Hauptfarben und die Nebenfarben, jeweils mit Farbwert, und wofür jede Farbe eingesetzt wird. Dazu welche Kombinationen gehen und welche nicht.
- Typografie: welche Schriften, welche Schnitte, was für Überschriften und was für Fließtext, welche Größen und Zeilenhöhen.
- Formen und Abstände: wie rund sind Ecken, wie viel Luft liegt zwischen Elementen, gibt es Schatten.
- Komponenten: wie sehen Buttons, Karten, Hinweise, Preise und Rabatte aus.
- Bildsprache: was auf unseren Bildern zu sehen ist, wie sie aufgebaut sind, welches Licht, ob Menschen zu sehen sind, wie Produkte gezeigt werden, und was auf unseren Bildern nie vorkommt.
- Anwendungsbeispiele: wo die Marke überall auftaucht.
- Was zu vermeiden ist: typische Fehler, mit Beispiel.

Woher der Inhalt kommt: aus unserem eigenen Shop. Was [Shop-URL] tut, gilt als verbindlich. Du liest die Werte dort ab, statt sie zu schätzen. Wo der Shop widersprüchlich ist, sagst du es mir, statt dich für eine Variante zu entscheiden.

Deine Aufgabe ist, mich da durchzuführen. Sag mir bei jedem Schritt, was du gerade machst und was du gefunden hast.

Schritt 1, du liest den Shop. Startseite, mehrere Produktseiten, Kategorieseiten, Header, Footer, Warenkorb und Checkout, soweit du drankommst.

Schritt 2, du erfasst die Farben. Welche Farbwerte werden tatsächlich verwendet, und wofür jeweils: Text, Flächen, Buttons, Preise, Rabatte, Hinweise, Fehlermeldungen.

Schritt 3, du erfasst die Schriften. Welche für Überschriften, welche für Fließtext, in welchen Größen und Stärken. Sag mir auch, woher die Schriften kommen und ob sie lizenzpflichtig sind. Versuch, die Schriftdateien herunterzuladen und in 00-context/brand/fonts/ abzulegen. Wenn das nicht geht, sag mir, welche wir brauchen.

Schritt 4, du erfasst Formen, Abstände und Komponenten.

Schritt 5, du erfasst das Logo. Finde alle Varianten, die vorkommen: im Header, im Footer, als Favicon, auf Social. Beschreib, wie das Logo aufgebaut ist und wann welche Variante benutzt wird. Lade die Bilddateien herunter und leg sie in 00-context/brand/logos/ ab. Wenn das Herunterladen nicht geht, sag mir das ausdrücklich und nenn mir die Dateien, die ich liefern soll.

Schritt 6, du erfasst die Bildsprache. Sieh dir die Bilder im Shop und auf unseren Social-Profilen an und beschreib, was sie gemeinsam haben.

Schritt 7, du zeigst mir das Ergebnis, und zwar sichtbar. Bau mir daraus eine HTML-Seite, die den Brand Guide darstellt: mit den echten Farben als Flächen, den echten Schriften im Einsatz, den Logo-Varianten nebeneinander, den Komponenten als Beispiele. Ich will das ansehen können und nicht nur lesen. Leg sie als 00-context/brand/brand-guide.html ab und sag mir, wie ich sie öffne.

Schritt 8, wir gehen sie gemeinsam durch. Sag mir dabei, wo der Shop widersprüchlich ist, also wo zwei Stellen dieselbe Sache unterschiedlich machen. Genau dort müssen wir eine Entscheidung treffen.

Schritt 9, du fragst mich nach dem, was du nicht ablesen kannst. Eine Frage nach der anderen:

- Gibt es Logo-Varianten oder Farben, die wir benutzen, die im Shop aber nicht vorkommen?
- Gelten Regeln, die wir uns nie aufgeschrieben haben? Zum Beispiel, dass das Logo nie eingefärbt wird oder eine Farbe nie für Text benutzt wird.
- Wo wird die Marke sonst noch eingesetzt: Verpackung, Anzeigen, Messestand, Fahrzeuge, Beilagen im Paket?
- Was ist im Umgang mit unserer Marke schon einmal schiefgegangen?

Schritt 10, du legst alles ab, in 00-context/brand/:

- brand-guide.md, der Guide als Text, mit allen Abschnitten von oben
- brand-guide.html, die sichtbare Fassung
- tokens.css, die Farbwerte und Maße maschinenlesbar, damit man sie in ein Projekt übernehmen kann
- logos/ mit den Logodateien
- fonts/ mit den Schriftdateien, soweit du drankommst

Sag mir am Ende, ob du daraus auch ein PDF erzeugen kannst. Wenn ja, leg es als brand-guide.pdf daneben.

Markier im Guide klar, was du aus dem Shop abgelesen hast und was von mir kommt.

Durchgang 2: die Sprache

Prompt
Jetzt der zweite Teil unseres Markenordners.

Das Ziel: eine Beschreibung, wie [Firma] spricht. Nicht als Adjektivsammlung, sondern so genau, dass jemand danach einen Text schreiben kann, den unsere Kundinnen und Kunden für unseren halten.

Wofür wir sie brauchen: Claude liest sie vor jedem Text, den es für uns schreibt, egal ob Kundenantwort, Produkttext, Anzeige oder Newsletter. Ohne sie schreibt es glattes Marketing-Deutsch, das für jede Marke passt. Genau das ist das Ergebnis, das wir vermeiden wollen. Sie ist außerdem die Grundlage dafür, dass mehrere Leute im Team schreiben können, ohne dass man merkt, wer geschrieben hat.

Deine Aufgabe ist, mich da durchzuführen.

Schritt 1, du liest alles, was wir selbst geschrieben haben. Und zwar wirklich alles, was du textlich findest, nicht nur die Produktseiten:

- Produktbeschreibungen und Kategorietexte
- Startseite, Über uns, unsere FAQ
- unseren Blog, alle Beiträge, die du erreichst
- Newsletter-Anmeldung, Fehlerseiten, Hinweise im Checkout
- unsere Beiträge auf Social, soweit du drankommst

Sag mir, was du gefunden hast und wie viel Text zusammengekommen ist.

Schritt 2, du arbeitest die Muster heraus:

- welche Wörter bei uns immer wieder vorkommen, und welche auffällig fehlen
- wie wir Kundinnen und Kunden ansprechen: Anrede, Nähe, ob wir fragen oder sagen, ob wir erklären oder behaupten, wie wir mit Unsicherheit umgehen, wie wir auf Sorgen reagieren
- wie lang unsere Sätze typischerweise sind und wie unsere Absätze gebaut sind
- wie wir beschreiben, was ein Produkt bewirkt: vorsichtig, konkret, mit Belegen, mit Versprechen
- wie wir über das reden, wofür unsere Produkte da sind: als Alltag, als Leidenschaft, als Problem, das gelöst werden muss
- wie wir mit Fachbegriffen umgehen: erklären wir sie, vermeiden wir sie, setzen wir sie voraus

Schritt 3, du legst mir Beispiele vor. Zeig mir drei Sätze, die du für typisch für [Firma] hältst, und drei, die du für daneben hältst. Ich sage dir, ob du richtig liegst. Wiederhol das einmal, wenn ich dich korrigiere.

Das ist der wichtigste Schritt. Drei echte Sätze sind mehr wert als jede Regel.

Schritt 4, du fragst mich. Eine Frage nach der anderen. Wenn ich bei einer Frage nicht weiterkomme, gib mir Vorschläge oder Möglichkeiten zur Auswahl, statt die Frage zu wiederholen:

- Wie würdest du unsere Marke in drei bis fünf Worten beschreiben? Wenn ich stocke, schlag mir welche vor, die zu dem passen, was du gelesen hast, und lass mich streichen und ergänzen.
- Welche Werte sind uns wichtig? Auch hier: mach mir Vorschläge aus dem, was du gefunden hast, zum Beispiel aus unseren Produktseiten, unserer FAQ oder unseren Garantien.
- Welchen Ton benutzen wir, und welchen nie? Gib mir Gegensatzpaare zur Auswahl: sachlich oder emotional, locker oder seriös, belehrend oder gleichrangig, humorvoll oder ernst.
- Welche Marken bewunderst du für ihre Sprache, und wofür genau?
- Welche Wörter und Versprechen sind bei uns tabu? Denk an Wirkversprechen, an Garantien und an alles, was rechtlich heikel ist.
- Woran erkenne ich sofort, dass ein Text nicht nach uns klingt?
- Gibt es Unterschiede je nach Kanal? Klingt eine Antwort auf Social Media anders als eine Produktseite?

Eine Regel für dich: Wenn in deinem Entwurf Wörter wie authentisch, nahbar, ehrlich, bodenständig oder hochwertig stehen, streich sie und frag mich nach einem Beispiel. Solche Wörter beschreiben jede Marke und deshalb keine. Prüf am Ende: könntest du diesen Text in das Markendokument einer anderen Marke aus unserer Branche kopieren, ohne dass es auffällt? Dann ist er noch nicht fertig.

Schritt 5, du legst ab, in 00-context/brand/:

- sprache.md, die Regeln und Muster
- beispiele.md, echte Textstellen von uns im Wortlaut, nach Textsorte sortiert: Produkttext, Kundenantwort, Social-Beitrag, Newsletter. Das ist Rohmaterial und wird nicht geglättet. Für jeden späteren Text ist ein echtes Beispiel wertvoller als eine Regel darüber.

Sag mir am Ende, welche Textsorten dir für die Beispiele noch fehlen, damit ich sie nachliefern kann.

4.4 Die Produkte

Prompt
Wir bauen gerade das Firmenwissen von [Firma] auf, [was ihr verkauft, in einem Halbsatz]. Der Ordner heißt [Ordnername, zum Beispiel CompanyOS oder AiOS]. Du baust mit mir den Produktbereich.

Das Ziel: unser vollständiges Produktwissen als Dateien. Eine Übersicht über das Sortiment, und daneben je Produkt oder Produktkategorie eine eigene Datei mit allem, was dazugehört.

Wofür wir das brauchen:

- Damit jede Antwort an eine Kundin fachlich stimmt, ohne dass die Person, die sie schreibt, das Wissen im Kopf haben muss.
- Damit Produktwissen im Team verfügbar ist und nicht an einer Person hängt. Wenn diese Person fehlt, soll keine Kundin auf eine Antwort warten.
- Damit wir Antworten später auch automatisch erzeugen können, ohne dass jemand jede einzelne prüft.
- Damit Produkttexte, Anzeigen und Beratungsinhalte auf denselben Angaben aufbauen.

Deshalb zählt hier Genauigkeit mehr als Kürze, und Vollständigkeit mehr als Übersichtlichkeit. Eine falsche Angabe zu Anwendung, Größe oder Menge ist schlimmer als eine lange Datei.

Und deshalb gilt hier besonders streng: erfinde nichts. Wenn eine Angabe im Shop fehlt oder unklar ist, schreibst du das hin und fragst mich. Eine plausibel klingende Angabe, die niemand geprüft hat, ist gefährlicher als eine Lücke.

Deine Aufgabe ist, mich da durchzuführen. Sag mir bei jedem Schritt, was du vorhast, und warte auf meine Antwort, bevor du weitermachst.

Schritt 1, du erfasst das Sortiment. Geh unseren Shop [Shop-URL] durch und nimm jedes Produkt auf: Name, wofür es gedacht ist, Material oder Zusammensetzung, Anwendung, Größen und Varianten, Preis, alles was auf der Seite steht. Nimm auch die Kategorietexte und die Produktbewertungen mit, soweit du sie erreichst.

Sag mir danach, wie viele Produkte du gefunden hast und ob die Liste für dich vollständig aussieht.

Schritt 2, du fragst nach Unterlagen. Nenn mir konkret, was helfen würde, damit ich weiß, wonach ich suchen soll: Produktdatenblätter, Herstellerunterlagen, Prüfberichte und Zertifikate, Größen- oder Anwendungstabellen, interne Antwortvorlagen, einen Export aus unserem Ticketsystem, einen Sortimentsexport aus dem Shopsystem, Schulungsunterlagen. Frag einzeln nach.

Wenn etwas dabei ist, das du selbst holen könntest, sag mir das, statt darauf zu warten.

Schritt 3, du legst mir einen Entwurf der Übersicht vor. Sag mir dabei:

- wo die Shopangaben unklar oder widersprüchlich sind
- wo eine Angabe zu Anwendung, Größe oder Menge fehlt oder nur ungefähr dasteht
- wo zwei Produkte sich so ähnlich sind, dass jemand sie verwechseln könnte

Schritt 4, du fragst nach dem, was im Shop nicht steht. Eine Frage nach der anderen. Das ist Wissen aus dem Alltag, und es steht meist nirgends:

- Welche Frage beantworte ich am häufigsten? Und dann: gib mir deine Antwort darauf im Wortlaut, so wie du sie einer Kundin schreiben würdest.
- Welche Fragen zur Anwendung oder Eignung kommen immer wieder, und was ist jeweils die richtige Antwort?
- Bei welchen Kundinnen oder Einsatzfällen ist etwas anders? Frag nach den Unterschieden, die bei unseren Produkten eine Rolle spielen, etwa Größe, Alter, Vorwissen oder Umgebung.
- Wo verwechseln Kundinnen regelmäßig etwas?
- Was passiert, wenn jemand ein Produkt falsch anwendet oder das falsche wählt?
- Woran merkt eine Kundin, ob ein Produkt für sie passt, und wie lange dauert das?
- Was kombiniert man sinnvoll, und was besser nicht?
- Bei welchen Fragen muss ich an eine Fachperson oder an den Hersteller verweisen, statt selbst zu antworten?
- Welche Aussage über unsere Produkte darf man auf keinen Fall treffen? Denk an Wirkversprechen, Garantien und an alles, was rechtlich heikel ist.

Frag bei jeder Antwort nach einem Beispiel, wenn sie allgemein bleibt. "Kommt drauf an" hilft später niemandem, "für Räume unter zwanzig Quadratmetern reicht das kleine Modell" schon.

Schritt 5, du fragst nach dem, was du nicht gefragt hast. Am Ende: was müsste jemand noch wissen, um eine Kundenfrage richtig zu beantworten?

Schritt 6, du legst ab, in 02-products/:

- products.md, die Übersicht über das Sortiment. Jedes Produkt in zwei bis drei Zeilen, dazu ein Link auf die Einzeldatei und auf die Shopseite.
- je Produkt eine eigene Datei, benannt nach dem Produkt. Da kommt alles rein, was du gesammelt hast, ohne zu kürzen: Material oder Zusammensetzung, Anwendung, Größen und Varianten, Eignung, häufige Fragen samt Antwort im Wortlaut, Verwechslungsgefahren, Grenzen.
- wenn es Produktkategorien mit eigenen Regeln gibt, eine Datei je Kategorie.

Sag mir am Ende, welche Dateien du angelegt hast und wo die größten Lücken sitzen.

4.5 Die Kundennachrichten

Jede Person, die Kanäle betreut, schickt diesen Prompt einmal ab und setzt dabei ihre eigenen Kanäle ein.

Prompt
Wir bauen gerade das Firmenwissen von [Firma] auf, [was ihr verkauft, in einem Halbsatz]. Der Ordner heißt [Ordnername, zum Beispiel CompanyOS oder AiOS]. Du baust mit mir den Teil des Kundenbereichs, der über meine Kanäle reinkommt: [meine Kanäle, etwa Instagram und TikTok, oder Ticketsystem, E-Mail und Bewertungen]. Wenn jemand anderes parallel andere Kanäle sammelt, arbeitet ihr in denselben Ordner.

Das Ziel: eine Sammlung von allem, was Kundinnen und Kunden uns über meine Kanäle schreiben. Im Original, in ihren Worten, nach Quelle getrennt.

Wofür wir das brauchen:

- Damit Claude später Anfragen beantworten kann und dabei weiß, wie Leute wirklich fragen, nicht wie wir denken, dass sie fragen.
- Damit wir sehen, welche Themen immer wiederkommen, und daraus ableiten können, was im Shop fehlt oder was ein Produkttext nicht erklärt.
- Damit wir Muster über die Kanäle hinweg erkennen: was in einer Direktnachricht gefragt wird, taucht in einer Bewertung oft ganz anders auf.

Warum das Original zählt: "ich hab schon zweimal was zurückgeschickt, weil es nie passt, woran liegt das" ist eine andere Frage als "Beratung zur Größenwahl". Die Formulierung ist der Inhalt. Deshalb wird nichts geglättet und nichts weggekürzt.

Lieber mehr sammeln als weniger. Was heute wie eine belanglose Nachricht aussieht, ist später der Beleg für ein Muster.

Deine Aufgabe ist, mich durch das Sammeln zu führen. Sag mir bei jedem Schritt, was du vorhast, mach mir Vorschläge, und frag nach, welcher Weg bei uns möglich ist. Warte jeweils auf meine Antwort.

Schritt 1, du verschaffst dir einen Überblick. Frag mich, über welche meiner Kanäle Nachrichten, Kommentare und Rückmeldungen eingehen. Nenn mir dabei selbst Möglichkeiten, damit ich nichts vergesse: Instagram-DMs, Kommentare unter Beiträgen, Kommentare unter unseren Anzeigen, Facebook, TikTok, WhatsApp, Kommentare unter Creator-Beiträgen, unser Ticketsystem, E-Mail, Produktbewertungen im Shop, Bewertungsportale, Rückmeldungen aus Umfragen.

Frag mich, wo am meisten eingeht, wo die interessantesten Sachen stehen, und was davon ich selbst erreichen kann.

Schritt 2, du gehst die Kanäle einzeln durch. Sag mir für jeden Kanal, welche Wege es gibt, an die Inhalte zu kommen, und welcher davon am schnellsten geht:

- was du selbst holen kannst, weil es öffentlich steht
- was ich von Hand kopieren muss, mit einem Hinweis, wie viel sinnvoll ist
- wo es einen Export aus dem Tool gibt
- wo Screenshots reichen, die du auslesen kannst
- wo eine Anbindung besteht oder möglich wäre

Wenn ein Weg einen Zugang braucht, den ich vielleicht habe, frag danach, statt ihn wegzulassen. Sag mir bei jedem Vorschlag, wie lange das ungefähr dauert.

Schritt 3, du fängst mit dem an, was du selbst holen kannst. Die öffentlichen Kommentare und Bewertungen. Sag mir, was du gefunden hast, bevor du weitermachst.

Schritt 4, du sagst mir, wie viel Material sinnvoll ist. Lieber dreißig aktuelle, echte Nachrichten als drei ausgesuchte. Sag mir, worauf ich beim Auswählen achten soll: Vielfalt der Themen, auch die unangenehmen Fälle, auch die, bei denen ich nicht antworten konnte.

Schritt 5, du legst das Material ab. Je Quelle eine eigene Datei in 03-customers/, benannt nach der Quelle, zum Beispiel instagram-dm.md, anzeigen-kommentare.md, tickets.md, bewertungen-shop.md. Für jede gilt:

- Übernimm den Inhalt im Original, ohne zu glätten und ohne zu kürzen. Namen und alles Persönliche lässt du weg.
- Schreib in den Kopf der Datei, woher das Material stammt, aus welchem Zeitraum, und wie es geholt wurde.
- Sortier nach Thema.
- Markier bei jedem Thema, ob es vor dem Kauf, nach dem Kauf oder im Problemfall auftaucht.
- Markier, welche Nachrichten Produktwissen brauchen und welche nicht.

Schritt 6, du legst die Übersicht an oder ergänzt sie, als 03-customers/customers.md. Falls die Datei schon existiert, weil jemand anderes parallel daran arbeitet, ergänzt du sie, statt sie zu überschreiben. Darin steht: welche Dateien es hier gibt, woher jede stammt, was davon Rohmaterial ist, welche Themen sich über alle Quellen ziehen, und was noch fehlt.

Schritt 7, du sagst mir, was du siehst:

- Welche drei Themen kommen am häufigsten?
- Was hat dich überrascht?
- Was wird in einer Direktnachricht gefragt, aber nie in einer Bewertung geschrieben?
- Bei welchen Fragen fehlt dir das Wissen, um sie zu beantworten? Sag mir, welche Datei in unserem Ordner diese Lücke füllen müsste.

Schritt 8, du fragst mich. Eine Frage nach der anderen:

- Welche Frage konnte ich zuletzt nicht selbst beantworten, und was ist damit passiert?
- Hat mir ein AI-Tool schon einmal eine falsche Antwort auf eine Kundenfrage gegeben, und was war daran falsch?
- Wann antworte ich nicht selbst, sondern gebe weiter, und an wen?
- Gibt es Fragen, die ich gar nicht mehr wahrnehme, weil ich sie automatisch beantworte?

4.6 Die Abläufe

Falls es schon eine Beschreibung eurer Abläufe gibt, etwa ein Handbuch, Checklisten oder eine Prozessübersicht, leg sie vorher in den Ordner. Claude setzt im ersten Schritt auf diese Beschreibung auf.

Prompt
Wir bauen gerade das Firmenwissen von [Firma] auf, [was ihr verkauft, in einem Halbsatz]. Der Ordner heißt [Ordnername, zum Beispiel CompanyOS oder AiOS]. Du baust mit mir den Operations-Bereich.

Das Ziel: eine Beschreibung, wie bei uns [Bereiche, etwa Einkauf, Bestand, Versand und Retouren] tatsächlich laufen. Eine Übersicht über alle Abläufe, und daneben je Ablauf eine eigene Datei mit den Schritten im Einzelnen.

Wofür wir das brauchen:

- Damit Claude später Teile davon übernehmen kann. Solange Regeln nur im Kopf einzelner Leute stehen, kann sie niemand anwenden, weder ein Mensch noch ein System.
- Damit jemand, der mich vertritt, weiß, worauf es ankommt.
- Damit wir sehen, an welchen Stellen wir überhaupt automatisieren könnten und wo eine Freigabe bleiben muss.

Der eigentliche Wert steckt in den Regeln, die nirgends stehen. Was im Tool steht, kann das Tool selbst sagen. Interessant ist, was nur im Kopf steht: die Puffer, die Ausnahmen, die Fälle, in denen jemand anders entscheidet, als das System vorschlägt.

Deine Aufgabe ist, mich da durchzuführen. Sag mir bei jedem Schritt, was du vorhast, und warte auf meine Antwort.

Schritt 1, du liest, was schon da ist. Frag mich, ob es schon eine Beschreibung unserer Abläufe gibt, etwa ein Handbuch, Checklisten oder eine Prozessübersicht, und wo sie liegt. Wenn ja, lies sie und sag mir, was du daraus verstanden hast und welche Abläufe darin beschrieben sind. Wenn nein, mach mit Schritt 3 weiter.

Schritt 2, du prüfst sie mit mir. Geh die Abläufe einzeln durch und sag mir jeweils:

- wo du dir bei einem Schritt nicht sicher bist
- wo du eine Annahme gemacht hast
- wo eine Reihenfolge unklar ist
- wo du nicht weißt, was bei einer Ausnahme passiert

Ich korrigiere dich, und du schreibst mit.

Schritt 3, du fragst nach Unterlagen. Nenn mir konkret, was helfen würde, damit ich weiß, wonach ich suchen soll: Excel-Dateien zum Forecast, eine Bestellvorlage, einen Export aus der Warenwirtschaft, eine Rechnungsübersicht aus der Buchhaltung, Preislisten, Korrespondenz mit Lieferanten, Lieferantenverträge. Frag einzeln nach.

Schritt 4, du fragst nach Abläufen, die noch fehlen. Frag mich, was ich sonst noch regelmäßig mache, wöchentlich, monatlich, saisonal. Nenn mir Bereiche zur Erinnerung: Einkauf, Bestand, Retouren, Reklamationen, Lieferanten, Fulfillment, B2B, Rechnungen, Mahnwesen, Produktanlage, Inventur, Saisongeschäft.

Schritt 5, du ergänzt je Ablauf, was fehlt:

- Was löst ihn aus, ein Termin, ein Ereignis oder eine Meldung?
- Welche Systeme sind beteiligt, und in welcher Reihenfolge?
- Welche Schritte gehe ich, von Anfang bis Ende?
- An welchen Stellen entscheide ich etwas, und wonach?
- Wo geht regelmäßig etwas schief?
- Wie lange dauert der Ablauf, und wie oft läuft er?
- Wer ist außer mir beteiligt, intern und außerhalb?

Schritt 6, du fragst nach den ungeschriebenen Regeln. Eine Frage nach der anderen. Wenn ich bei einer Frage nicht weiterkomme, gib mir ein Beispiel aus einem anderen Ablauf, damit ich verstehe, worauf du hinauswillst:

- Welche Regeln wende ich an, die nirgends aufgeschrieben sind? Denk an Puffer, Mindestmengen, Fristen, Ausnahmen für bestimmte Lieferanten.
- Welche Sonderfälle bildet unser System nicht ab, und wie gehe ich dann vor?
- Was ist bei B2B, Sets oder Vorbestellungen anders als im normalen Shop?
- Woran erkenne ich, dass etwas nicht stimmt, bevor es ein Problem wird?
- Was würde schiefgehen, wenn jemand anderes das übernimmt, ohne mich zu fragen?

Schritt 7, die wichtigste Frage. Frag mich zum Schluss für jeden Ablauf: an welcher Stelle müsste ich freigeben, bevor etwas automatisch passiert, und wo wäre es mir egal? Frag hier genauer nach als bei allem anderen. An dieser Antwort hängt, was wir später automatisieren können.

Schritt 8, du legst ab, in 04-operations/:

- operations.md, die Übersicht: welche Abläufe es gibt, wie oft sie laufen, wie lange sie dauern, wo die Freigaben sitzen, und ein Link auf die jeweilige Einzeldatei.
- je Ablauf eine eigene Datei mit allen Schritten, Entscheidungspunkten, Ausnahmen und Bruchstellen.

Sag mir am Ende, welche Dateien du angelegt hast und welcher Ablauf für dich noch am unvollständigsten ist.

5 Die CLAUDE.md fertigstellen

Diesen Prompt schickst du ab, sobald alle Bereiche angelegt sind.

Prompt
Unser [Ordnername, zum Beispiel CompanyOS oder AiOS] ist jetzt gefüllt. Bau die CLAUDE.md so aus, dass sie als alleinige Einstiegsdatei taugt.

Das Ziel: jemand, der neu in diesem Ordner arbeitet, versteht allein aus dieser Datei, was hier liegt, wie es zusammenhängt und wie er damit umgehen soll. Du selbst liest sie zu Beginn jeder Aufgabe.

Geh dafür so vor:

Schritt 1: Sieh nach, welche Dateien und Ordner jetzt tatsächlich existieren, und lies die Übersichtsdateien.

Schritt 2: Schreib die CLAUDE.md neu, mit diesen Teilen:

- Was [Firma] ist, in zwei Sätzen, aus der company.md gezogen.
- Was dieser Ordner ist und wofür er gebaut wurde.
- Was in welchem Ordner liegt, je Ordner ein bis zwei Zeilen.
- Welche Dateien du immer liest, und welche nur bei bestimmten Aufgaben.
- Wie du erkennst, mit welcher Person du arbeitest, und welche Datei aus 01-people/ dann gilt.
- Was Vorrang hat, wenn zwei Dateien sich widersprechen.
- Wo Rohmaterial liegt, das nie verändert wird.
- Dass aktuelle Vorgangsdaten in den Systemen stehen und nicht in den Dateien, mit Verweis auf systems.md.
- Wie du dich verhältst, wenn dir etwas fehlt: sagen, welche Datei die Lücke hat, statt sie zu füllen.
- Dass du nichts erfindest und Unsicherheit kenntlich machst.
- Wo du Ergebnisse ablegst.
- Wie dieser Ordner weiter wächst: jede Lücke, die dir auffällt, benennst du, damit sie jemand füllen kann.

Schritt 3: Zeig sie mir und sag mir, was du weggelassen hast und warum.

6 Der Test

Die fünf Testfragen fragen verschiedene Teile des Ordners ab. Setz dafür echte Fälle aus eurem Alltag ein. Nach jeder Antwort prüfst du: stimmt sie fachlich, klingt sie nach euch, und wenn nicht, welche Datei hat die Lücke?

Test 1, Produktwissen. Dafür brauchst du eine echte Kundennachricht mit einer Produktfrage.

Prompt
Hier ist eine Nachricht von einer Kundin: "[echte Nachricht mit einer Produktfrage]"

Formulier mir die Antwort, so wie wir sie schicken würden.

Test 2, Geschäftsmodell und Abläufe.

Prompt
Eine Kundin schreibt: "Ich habe [Produkt] bestellt und will die Bestellung noch ändern. Was passiert, wenn das Paket schon unterwegs ist?"

Formulier mir die Antwort.

Test 3, die Grenze.

Prompt
Eine Kundin schreibt: "Kann ich [Produkt] auch verwenden, wenn [Sonderfall, etwa eine Allergie, eine Vorerkrankung oder ein Einsatz außerhalb des vorgesehenen Zwecks]?"

Formulier mir die Antwort. Sag mir vorher, ob wir diese Frage überhaupt selbst beantworten dürfen.

Test 4, die Tonalität.

Prompt
Schreib einen kurzen Social-Media-Beitrag über [Produkt]. Sag mir danach, an welchen Stellen du dich an unserer Sprache orientiert hast und wo du geraten hast.

Test 5, die Vertretung.

Prompt
Angenommen, ich vertrete [Rolle] und kenne unsere Produkte nicht im Detail. Eine Kundin schreibt: "Hallo, ich habe bei euch [Produkt] bestellt. [konkrete Anwendungsfrage, etwa zu Größe, Menge oder Kompatibilität]"

Führ mich durch die Antwort: sag mir, was du aus unseren Dateien weißt, was du nicht sicher weißt, und worauf ich achten muss, bevor ich das abschicke.

Der letzte Test ist der wichtigste, weil er die Frage beantwortet, für die der ganze Ordner gebaut wurde.

Was danach kommt

Die FAQ entsteht aus dem gesammelten Material, sobald genug davon da ist:

Prompt
Geh durch, was wir in 03-customers/ gesammelt haben, dazu die FAQ, die schon im Shop steht. Bau daraus eine 03-customers/faq.md: die Frage in der Formulierung, in der sie wirklich gestellt wird, und daneben die Antwort, die bei uns gilt. Wo du die Antwort aus unseren Dateien ablesen kannst, schreib sie hin und markier die Quelle. Wo nicht, lass sie offen und frag nach.

Die Support-Themen aus dem Ticketsystem brauchen einen eigenen Durchgang, weil der Ticketbestand oft die dichteste Quelle im Haus ist.

Eine Routine hält den Ordner aktuell. Besonders die Produktdateien veralten, sobald sich das Sortiment ändert, und eine wiederkehrende Aufgabe kann den Shop abgleichen und melden, was sich geändert hat.

Die Systeme anzubinden ist der nächste Schritt, und die Liste dafür steht schon in der systems.md.

Vorgespräch

Sollen wir einen Tag bei euch machen?

An einem AI Day baut ihr euer Company OS gemeinsam mit mir auf, jede Person am eigenen Laptop. Am Ende des Tages steht der Kern, und alle im Team wissen, wie sie ihn weiter füttern.

Erzähl mir in 30 Minuten, wie ihr heute arbeitet und was bei euch liegen bleibt. Danach sage ich dir, ob ein AI Day bei euch etwas bringt und wie er aussehen würde. Wenn nicht, sage ich dir das auch.

Über den Autor

Yves Schleich

Historisch komme ich aus fast 15 Jahren E-Commerce. Ich war bei ABOUT YOU, hab danach acht Jahre lang Lyska aufgebaut, meine eigene E-Commerce-Software-Beratung, und mehreren Unternehmen geholfen, ihre Tech- und E-Commerce-Prozesse zu skalieren. Zuletzt hab ich Tech und E-Commerce bei KarlvonDrais verantwortet und als Tech Lead Operations bei Liebscher & Bracht gearbeitet.

Mit Path to AI unterstütze ich E-Com-Brands dabei, mit AI zu skalieren. Konkret setze ich AI ein, um ihre Sichtbarkeit in Google und AI-Suchen zu verbessern, SEA-Kampagnen effizienter zu machen und Shops so zu optimieren, dass mehr Besucher zu Kunden werden. Dafür arbeite ich mit Claude und spezialisierten Agents und kann so mehrere Disziplinen abdecken, für die eine Brand sonst jeweils eigene Experten bräuchte.

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